Somavara

Somavara ist ein Wort aus dem Sanskrit und bedeutet so viel wie „Tag des Mondes“. Soma ist einer der Namen des Mondes, Vara ist der Tag. Tag des Mondes also.

Der Tag, an dem der Mondgott Chandra besonders verehrt wird, ist der Montag. Montag ist auch Shivatag denn Shiva hat einen Mond auf seiner Stirn und wird deshalb als Chandrashekara bezeichnet.

Im christlichen und auch im jüdischen Kalender übrigens, ist der Montag der zweite Tag der Woche. In der Arbeitswoche ist es der erste. So habe ich nun über einige Monate meine Wochen geistig mit dem Sonntag begonnen. Die „Arbeitswoche“ ist aber, glaube ich, doch zu sehr in meinem Kopf verankert. Ich versuche allerdings stets den „heiligen Sonntag“ für spirituelle Praktiken zu nutzen.

Zurück zu Shiva…

Er steht nicht nur für Zerstörung sondern auch für Veränderung und Transformation. So viel zum Titel der neuen Beitragsreihe hier auf meinem Blog.

Mit dem Bloggen fing ich bereits mit etwa 15 Jahren an. Ich glaube, dass es das Wort „bloggen“ damals noch gar nicht gab oder ich kannte es nicht. Ich schrieb sehr unregelmäßig und anonym „Jammerbeiträge“. Depressives, melancholisches Zeug, wie ich es jetzt nennen würde. Aber es half mir ein wenig, diese wirren Gedanken loszuwerden.

Viele Jahre später bloggte ich dann über den Umzug aufs Land, die Renovierungsarbeiten am Haus, im Garten und so weiter. Aber irgendwann auch wieder über meine Gedanken. Das Schreiben scheint mein Ventil zu sein. Da frage ich mich aber schon, warum ich das dann nicht mehr mache. Naja… nicht mehr stimmt ja nicht ganz. Ich schreibe Tagebuch. Im inzwischen vierten Jahr sehr intensiv. Allerdings halte ich dort wenig „Gedankenschwurbel“ fest. Ich dokumentiere die positiven Ereignisse des Tages in Stichpunkten um mit gutem Gefühl ins Bett zu gehen. Dankbarkeit, Zufriedenheit zu zelebrieren. Drauflosschreiben zu bestimmten Themen mache ich dabei nicht. Was mir aber vielleicht wieder gut tun könnte. So schließt sich der Kreis.

Ich blogge gerne, bin aber eine untypische Bloggerin, würde ich sagen. Mir ist nicht wichtig viele „Follower“ zu haben. Mich interessieren auch nicht die Seitenaufrufe. Wenn ich hin und wieder einen Menschen erreiche, inspirieren kann, freue ich mich. Wenn selbst das nicht wäre… macht es mir dennoch Spaß.

Aber mein Blog hier ist eingeschlafen. Ich weiß gar nicht wann. Ich glaube, ich wollte unbedingt wertvolle, hochwertige Beiträge schreiben. Dafür fehlte aber oft die Zeit also ließ ich es ganz bleiben. Vielleicht fand ich auch meine Themen, die gerade abliefen, nicht spannend genug oder völlig absurd. Innerhalb der letzten zwei Jahre, meiner Yogalehrerausbildung, kam ich sowieso sehr häufig zu dem „Schlussgedanken“: Das ist völlig absurd. Alles nur Maya – Täuschung“, wenn ich mich dann mal wieder im Kopf verzettelte.

Schlussendlich ist doch alles „Maya“ – eine Illusion.

Apropos verzetteln… was wollte ich hier jetzt schreiben? Achja… einfach drauf los. Ich schreibe diesen Beitrag gerade von Hand auf einem Block. Im Zelt. In Schweden. Weil genau hier wieder die Inspiration kam. Meine Idee: drauf los schreiben. Einfach wieder anfangen weil es mir ja gut tut und Spaß macht. Ob dabei jetzt „wertvolles“ rauskommt ist zweitranging. Überhaupt kann ich ja gar nicht wissen ob nicht vielleicht einer meiner Beiträge, den ich selbst für blödsinnig halte, nicht irgendwas enthält, was für einen anderen dann die Inspiration ist?!

Ab sofort also an jedem „Somavara“ ein neuer Beitrag. Ich freu mich

Om Shanti

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