Somavara 2

Montag ist der Tag des Mondes und auch Shivatag. Shiva steht unter anderem für Transformation. Ein wunderbarer Tag zum Reflektieren über meine Woche vom… 16. bis 22. August 2021.

entwickelt die Erkenntnis, dass jeder Mensch, mich eingeschlossen, Schwächen hat und bei bestimmten Dingen schlampig ist- das aber ok ist. Außerdem, dass ich nicht laut und unkontrolliert werden muss, um gehört und gesehen zu werden gewertschätzt Eichhörnchen beobachten und fotografieren mit meiner Tochter , Skipbo spielen, Briefe schreiben und sich an unbekannten schwedischen Geschäften erfreuen, des Jüngstens Füße in Meer und Sand halten yogagelebt eine Meditation während der Autofahrt (als Beifahrer selbstverständlich) ist besser als gar keine Meditation ausgeschwärmt von Nås über den Hesjöns auf Öland verbündet mit den Baden-Württembergern, die meinem Mann einen großen Steinpilz fürs Abendbrot geschenkt haben und den Münstern und ihrem grashüpfergrünem Camper, die als Ersatz-Großeltern eingesprungen sind. Außerdem gedanklich mit meinem Stiefsohn, der in dieser Woche 17 Jahre alt wurde

Bei Nås Camping war es so schön, dass wir gleich zweimal einkehrten. Einmal mit den Zelten, das zweite Mal war ich dankbar für eine trockene, warme, liebevoll eingerichtete Stuga. Liebevoll war hier ohnehin mein Wort der Stunde. So viele kleine Details konnte ich entdecken und das Eichhörnchen, das seinen eigenen Tisch auf dem Tisch hat, war schon was ganz besonderes. Die Natur ist großartig.

Bewies uns auch eine Dame aus der Nähe von Freiburg, wo ich auch Verwandtschaft habe. Ich liebe deren Dialekt! Und mein Mann liebte den großen Steinpilz, den er von besagter Dame zum Abendbrot geschenkt bekam.

Mit nichts in Deutschland zu vergleichen!

Nach der … äh… liebevollen Verabschiedung von John Aufbruch und Weiterfahrt. Meditieren geht auch mal im Auto. Tanken, Einkauf. „Schaut mal, ob das ein Lebensmittelgeschäft ist.“, beauftragte mein Mann die Räubertochter und mich. Mal wieder ein Geschäft, das mit nichts in Deutschland zu vergleichen ist. Meine Tochter und ich hatten Spaß, verliefen uns, bekamen von Abteilung zu Abteilung größere Augen aber letztendlich keine Lebensmittel. Lustig wars trotzdem.

Kurz drauf kamen wir am Hesjöns an. Wunderschöner See zum Planschen mit Sprungturm, bei dem der TÜV Schnappatmung bekommen würde. Die Zelte waren ganz fix Hand in Hand aufgebaut- da staunte ich mal nicht schlecht welch gutes Team mein Mann und ich doch ab und zu abgeben 😀 Am Nachmittag kamen wir mit einer Familie aus Rheinland-Pfalz ins Gespräch, mit denen wir uns am nächsten Abend zum Grillen verabredeten.

Am Morgen danach übte ich Yoga in den überdachten Umkleideräumen. Das funktionierte gut. Beim besagten Grillen hab ichs mal wieder übertrieben und viel mehr als nötig gegessen. Grillen ist schwierig für mich. Ich kenne kein Ende. Ich unterhielt mich gut mit dem weiblichen Familienoberhaupt, Biolehrerin, über das Wunder der Geburt und Sexualunterricht in der Schule und wie ungeheuer schwierig das manchmal ist. Manche Kinder seien so „verklemmt“, erzählte sie, dass sie ihnen Arbeitsblätter mehrfach austeilen muss weil sie erstmal zerknüllt oder vollgekritzelt werden. Von den verrückt-fantasievollen Ausdrücken für Geschlechtsorganen ganz zu schweigen. Da bin ich mal wieder erleichtert, dass meine Tochter „Penis“ aussprechen kann, ohne mit ihrer Stimmung drei Oktaven höher rauszukommen. Die Lehrerin und ich waren da ganz auf einer Welle.

Unsere Männer übrigens auch. Da ging es aber mehr ums Computerspielen, wo ich irgendwann mit einstieg. So im Nachhinein fand ich mich selbst unheimlich laut, unkontrolliert, brabbelte wild drauf los… dabei hätte ich auch einfach mal in die Stille gehen können. Aber mir fiel das in den letzten Monaten öfter auf.

Vielleicht ist es eine kleine Angst nicht gehört, beachtet zu werden?

Unser Camp zog weiter auf Öland. Für mich eine der schönsten Ecken Schwedens. Kühe und Meer und Kühe am Meer mit ihren Kälbchen. Wir peilten einen altbekannten Platz an und genossen dort dann einige Tage mit Planschen und nettem Großeltern-Ersatz. Tochter und Omi verabredeten sich sogar zum Muffins backen! Im Camper! Die waren schon echt lecker… und zum Abschied bekam unsere Räuberin die Silikonförmchen sogar geschenkt. Süß! Ach… unsere Tagesauflüge gingen einmal auf die andere Seite der Insel zum Sandstrand, wo wir dem jüngsten Familienmitglied Meer und Sand näher brachten (große, faszinierte Augen!) und ich gerne schwimmen gegangen wäre, mir die Anzahl der Quallen aber deutlich zu hoch war (muss ja nicht sein, dachte ich, dass ich mehreren Quallen „Gehirnerschütterungen“ zufüge nur weil ich mir einbilde jetzt genau dort schwimmen zu müssen) und einmal in ein Naturschutzgebiet zum Laufen.

Auf Öland kam ich zum „Ergebnis“, dass der Urlaub schön aber doch auch ganz schön anstrengend ist. Und anders als die letzten Jahre. Und ich hatte sogar ein klitzekleines bisschen Heimweh.

Soziale Medien und Smartphone…

Die Gedanken an Zuhause brachten mich dann auch mal wieder zu meinem Umgang mit den sozialen Medien und meinem Smartphone, das ich im Urlaub nicht so häufig in der Hand habe wie zuhause. Ich nutzte den Gedanken und mistete meine WhatsApp-App ordentlich aus.

Hui da war ganz schön was geboten in dieser Woche. Aber schön war sie. War ich am Anfang der Woche noch froh über die trockene Hütte, konnte ich mir am Ende gar nicht mehr vorstellen, dass das Wetter so schlecht war. Wir genossen Sonne und Meer und lernten nette Menschen kennen.

Om Shanti.

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