Somavara 7

Montag ist der Tag des Mondes und auch Shivatag. Shiva steht unter anderem für Transformation. Ein wunderbarer Tag zum Reflektieren über meine Woche vom… 20. bis 26. September 2021.

entwickelt Herz öffnen und Gedanken, Ängste aussprechen gewertschätzt die neue Ordnung in einigen Zimmern des Hauses yogagelebt Asanas üben mit meiner Tochter am Sonntagmorgen. So schön! ausgeschwärmt in die Eisdiele nach spontanem früheren Schulschluss verbündet mit den Nachbarn, die Hilfe beim Auto brauchten.

Huiuiui war die Woche schnell vorbei. Ich weiß gar nicht wo sie hin ist. Eigentlich wollte ich mich ja in Ruhe nochmal sortieren, was den Arztbesuch vom Montag mit meiner Tochter betraf, aber das hab ich gar nicht geschafft. Aber irgendwas muss ich ja stattdessen gemacht haben…

Als ich am Montagabend wieder nach Hause kam, klagte mein Mann über Hunger und er „bräuchte was Gscheids“. Nix mit Kürbissuppe, die ich machen wollte. Meine Mama hat mir nämlich einen ganzen Schwung Kürbisse aus ihrem Garten mitgegeben und ich liiiiiieeebe Kürbis. Gab es dann am nächsten Tag für mich. Am Montag gab es Spaghetti nach Art Carbonara in vegan. Superlecker. Ich mag das nicht so gerne, wenn etwas fleischig oder rauchig schmeckt aber in diesem Fall, war sogar ich begeistert. Mein Mann hat sich regelrecht reingelegt. Gab es dann im Laufe der Woche gleich nochmal.

Das Baby holte am Dienstag scheinbar den Schlaf vom Wochenende nach.

Er schlief fast den ganzen Tag in der Manduca an mir dran hängend. Und wir bekamen Besuch von einem Freund, der vor einigen Tagen ebenfalls zum zweiten Mal Papa wurde. Unsere beiden „Großen“ toben gerne miteinander und die Erwachsenen konnten quatschen. Abends zeigte meine „Große“ mir dann, wie groß sie denn schon ist, denn der Wackelzahn wackelt jetzt „schon ganz schön doll“. Raus wollte er aber noch nicht. Wir saßen abends vorm Kamin, haben lustig daran rumgewackelt aber er wollte noch nicht ganz loslassen. Apropos Kamin: Den hab ich letzte Woche nun erstmals wieder angeschürt. War ganz schön ungemütlich. Mit Feuer dann das Gegenteil.

Mein Mittwoch war richtig produktiv und gut für mich. Weil mir das Aufstehen gerade so schwer fällt, hab ich ein paar zusätzliche Lichter ins Schlafzimmer gebracht und mit Zeitschaltuhren versehen. Die Dinger mag ich ja auch besonders gern. Am Mittwochmorgen gingen sie dann zum ersten Mal an und ich kam viel leichter aus dem Bett. Womit ich gleich beim nächsten Thema bin. Ich habe unser „Winterbett“ vorbereitet.

In den letzten Jahren zogen wir, als es kalt wurde, ein Zimmer weiter, näher an den Kamin. Da stand bisher noch mein Schreibtisch, den ich nun abgebaut habe um eben Platz fürs „Winterbett“ zu schaffen. Wenn es dann bald soweit ist. In diesem Zusammenhang kam ich dann, mal wieder, auf das Thema „Auf dem Boden schlafen“. Ist das ungesund oder sogar viel gesünder als eine Matratze? Wie lange dauert es, bis ich mich umgewöhnt habe? Ich schlafe ja ohnehin recht fest. Meine Matratze gehört zu den Härteren und ich bin auch dankbar dafür, dass ich vor einigen Monaten auf die „Schnapsidee“ kam, unser altes Bett rauszuschmeißen und eins selbst zu bauen das tatsächlich nur aus Stützen und durchgehenden Sperrholzplatten besteht. Das macht schon einen schön harten Schlafuntergrund. Der eben nur noch durch den Holzboden selbst zu toppen wäre. Na ich lese mich da mal noch etwas ein und gucke ein paar Erfahrungsberichte auf YouTube.

Weil mir aber auch wichtig ist, dass das Zimmer in dem ich schlafe, ordentlich ist (ruhige Umgebung= ruhiger Geist 😉 ) „musste“ ich dann natürlich auch gleich mein Büroregal, das im „Winterschlafzimmer“ steht ausmisten. Das tat gut! Mal wieder durfte einiges an alten Unterlagen, Papieren und so in die Tonne. Am Nachmittag dann ein Kracher meiner Tochter. Ich stand in der Küche und bereitete das Essen für meinen Mann vor, da kam sie von draußen zu mir, grinste von einem Ohr zum Anderen… der ganze Mund voller Blut… sie hatte sich ihren Wackelzahn selbst gezogen! Und war mächtig stolz.

Nur die Harten kommen in den Garten?!

Und wenn ich gerade schon nicht zu meiner mir vertrauten, lieb gewonnen Yogapraxis mit Asanas, Pranayama und Meditation komme, so nehme ich mir wenigstens die Zeit zum Satsang streamen. Wenn das Baby morgens kuscheln will, dann hier so nebenbei. Oder auch abends wenn er länger zum Einschlafen braucht… Manchmal kommen da so Gedanken wie „Warum machst Du das jetzt? Solltest Du nicht mit Deiner gesamten Aufmerksamkeit bei Deinem Baby sein?“ aber dann streichle ich mir gedanklich doch wieder selbst über den Kopf und sage mir, dass das schon auch mal ok ist so.

Am nächsten Tag war dann ein anderes Zimmer mit „Grundordnung“ dran. Offensichtlich habe ich gerade das große Bedürfnis, meine Umgebung in Ordnung zu bringen. Das passt gut zu mir. In den letzten Jahren war es häufig so, dass ich mit Putzen und Aufräumen begann, wenn ich gestresst, überfordert oder emotional aufgewühlt war. Brachte ich das Äußere in Ordnung, ging es mir innerlich gleich etwas besser. Im Vergleich zu jetzt kann ich es inzwischen sehr gut greifen, ich weiß, was ich da gerade mache und kann es viel besser annehmen bzw es bewusster machen und mich dran erfreuen.

Mein Kleiderregal (ich habe inzwischen nur noch wenig Kleidung, die gar keinen „Schrank“ mehr füllen würden) bezog ich auch mit ein. Es durften wieder ein paar Stücke gehen, in die ich nicht mehr reinpasse (und das ist völlig ok so) oder die einfach „durch“ sind. Ich trage meine Kleidung tatsächlich auf, bis nichts mehr geht. So durfte diese Woche auch meine Latzhose gehen, die an den Beinen fast nur noch aus Stofffetzen bestand. Sie war mir einige Jahre treu aber jetzt durfte eine neue her. Und es war gar nicht mal so leicht eine zu finden die „ganz“ ist. Die meisten, die ich so im Internet fand, hatten „fancy schicke moderne“ Löcher. Ja nee.. ich will doch keine „kaputte“ Hose kaufen- die hab ich ja schon daheim. Ich will eine, die in Ordnung ist! Aber ich fand dann tatsächlich eine und freue mich nun über eine neue Jeans. Nach Jahren. Kann man schon mal wieder machen.

Außerdem durfte ein Dampfgartopf hier einziehen, den ich mir auch schon ganz lange gewünscht hatte aber zu geizig dafür war. Meine Mama schenkte mir zum Geburtstag das nötige Kleingeld dafür. Leider kam er mit einer Delle an aber ein neuer ist schon unterwegs.

Am Freitagmittag war „mein“ Vormittag abrupt beendet.

Die Lehrerin meiner Tochter rief an. Ich müsse sie von der Schule abholen. Zwei positive Corona Tests in der Lerngruppe. Glücklicherweise mache ich gerade keine „Pläne“ sondern leben irgendwie so in den Tag hinein 😉 Ich holte sie ab und wir gönnten uns auf dem Heimweg ein Eis.

Das Wochenende verlief ruhig. Mein Mann reparierte was an Nachbars Auto, ein bisschen spazieren gehen, die Sonne genießen… dank der Sonne nun übrigens auch beide Zelte und die Luftmatratzen von der Reise getrocknet und verräumt 😉

Meine Tochter und ich übten gemeinsam morgens Asanas (juhu endlich mal wieder) während das Familienoberhaupt noch etwas im Bett blieb. Der Jüngste von uns war nämlich der Meinung, schon um 6 Uhr aufstehen zu wollen und plauderte fröhlich los, was meinen Mann, der diese Woche eine Menge Arbeit hatte, etwas durcheinander brachte. Er hatte sich eigentlich aufs Ausschlafen gefreut 😉

Etwas später, nach den Asanas, tanzte meine Große mit ihrem kleinen Bruder auf dem Arm durch ihr Zimmer und sang dabei „Dir gehört mein Herz“. Oh was schmolz ich dahin!

Alles in Allem eine recht „produktive“ Woche. Ich hab viel im Haushalt geschafft, es klappte mit der Schule soweit ganz gut, Baby war auch gut drauf… dennoch hatte ich am Sonntagabend so eine Unzufriedenheit in mir. Mir fehlt meine Yogapraxis. Also die mit dem Bewegen und Meditieren vor allem. Die mangelnde Bewegung spüre ich deutlich im Rücken. Das Tragen des Babys in der Manduca trägt da einen großen Teil dazu bei. Und der Mangel an Meditation macht mich ungeduldig. Durch die Unzufriedenheit esse ich auch mehr als nötig und viel durcheinander was dann wieder Probleme mit der Verdauung macht.. was mich dann wieder stresst. Ich sprach darüber mit meinem Mann. Auch über die kleine Angst, die da in mir hochkommt, dass ich zurückfalle in alte Muster. Depressiv, träge, alles blöd…. es Auszusprechen tat mir gut. Mal sehen ob es mir vielleicht etwas Antrieb verschafft.

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